15.01.2026

Abholzung nach starkem Widerstand der indigenen Bevölkerung im Oberen Baram eingestellt

Die Penan-Gemeinschaft von Sawa Ali erzwingt eine vorübergehende Einstellung der Abholzungsaktivitäten von Borneoland Timber Resources

**übersetzte Version**

Die Abholzungsarbeiten von Borneoland Timber Resources („Borneoland“) in der umstrittenen Region Upper Baram wurden vorübergehend eingestellt. Dies ist ein bedeutender Sieg für die indigene Gemeinschaft der Penan in Sawa Ali, die sich standhaft gegen die Eingriffe des Unternehmens in ihr angestammtes Land gewehrt hat.

Nach monatelangen anhaltenden Widerständen, Gemeinschaftsaktionen und formellen Beschwerden können die Penan nun – vorerst – eine Atempause einlegen. Die Einstellung folgt auf eine intensive Phase des Drucks während der vergangenen Feiertage, in der die Bewohner von Sawa Ali mit zunehmenden Einschüchterungen und Drohungen im Zusammenhang mit den Holzeinschlagaktivitäten von Borneoland konfrontiert waren.

„Diese vorübergehende Einstellung zeigt, dass unser Widerstand Wirkung zeigt. Wir stehen fest zu unserem Schutz unseres Landes, unserer Wälder und unserer Zukunft“, sagte ein Vertreter der Penan aus Sawa Ali. „Wir werden keine Gewalt, keine Drohungen und keine Zerstörung unseres angestammten Territoriums akzeptieren.“

Seit August 2024 wehren sich indigene Gemeinschaften im Oberen Baram gegen die Abholzungsaktivitäten von Borneoland im Rahmen einer umstrittenen Konzession, die einen Teil des letzten verbliebenen Primärregenwaldes von Sarawak bedroht. Die Lizenz hat aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Umwelt und der fehlenden freien, vorherigen und informierten Zustimmung (FPIC) der betroffenen indigenen Gemeinschaften große Besorgnis ausgelöst.

Vertreter der Penan haben mehrere Polizeiberichte eingereicht, in denen verbale Beschimpfungen, körperliche Einschüchterungen, Hassreden und Verleumdungen dokumentiert sind, die angeblich im Zusammenhang mit den Abholzungsmaßnahmen stattgefunden haben. Diesen Berichten zufolge hat die Situation ein Klima der Angst und Unsicherheit unter den Dorfbewohnern geschaffen. Alarmierend ist, dass der Geschäftsführer des Unternehmens angeblich feindselige Äußerungen und Drohungen gegenüber den Bewohnern von Sawa Ali gemacht hat.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Penan-Gemeinschaft entschlossen. Durch lokalen Widerstand, rechtliche Schritte und formelle Beschwerden bei den Behörden ist es ihnen gelungen, die Abholzungsmaßnahmen zu unterbrechen und ihre Rechte durchzusetzen.

Die Bewohner von Sawa Ali bekräftigen ihre Forderung, dass ihre traditionellen Gebiete respektiert werden und dass alle Aktivitäten in diesem Gebiet den FPIC-Grundsätzen vollständig entsprechen müssen. Die derzeitige Unterbrechung ist zwar nur vorübergehend, sendet aber eine klare Botschaft: Der Widerstand der indigenen Bevölkerung ist wirksam, und unrechtmäßige oder unethische Abholzungen bleiben nicht unangefochten.

Eine Frage bleibt offen, auf deren Antwort alle gespannt sind: Sind der Minister für natürliche Ressourcen und Stadtentwicklung und der Direktor der Forstbehörde von Sarawak, der die Holzlizenz erteilt hat, bereit, die Verantwortung zu übernehmen, falls es an der Abholzungsstelle zu einem Verbrechen kommen sollte?