09.09.2025
Sarawak Premier in Paris von Wald-Aktivist:innen herausgefordert
Der Bruno Manser Fonds startet die Kampagne „Rettet den Baram-Wald“ beim UNESCO-Hauptsitz.
**übersetzte Version**
(Paris) Waldaktivisten haben dem Premierminister von Sarawak, Abang Johari, während seines Besuchs in Europa mitgeteilt, dass sein erster Schritt zum Klimaschutz der Erhalt der Urwälder in Sarawak sein sollte.
Eine Delegation der in der Schweiz ansässigen Naturschutzorganisation Bruno Manser Fonds (BMF) erwartete den Premierminister heute Morgen vor den Toren des UNESCO-Hauptsitzes in Paris mit Transparenten mit der Aufschrift „Rettet den Baram-Wald”.
„Der Ministerpräsident ist nicht glaubwürdig, wenn er international für grüne Energie wirbt und gleichzeitig die Zerstörung der letzten Primärregenwälder in Sarawak zulässt”, sagte BMF-Geschäftsführer Lukas Straumann.
„Wir fordern den Ministerpräsidenten auf, die anhaltende Zerstörung des Baram-Waldes durch die Holzindustrie zu stoppen. Sarawak trägt eine internationale Verantwortung für diesen Hotspot der Artenvielfalt, der eine wichtige Rolle als globaler Kohlenstoffspeicher spielt.”
Der Premierminister von Sarawak hat den Zorn der Naturschützer auf sich gezogen, nachdem seine Regierung einem politisch vernetzten Holztycoon aus Miri, Sarawak, eine 170.000 Hektar große Holzkonzession in Baram erteilt hat.
Die Regierung erteilte die Holzkonzession, die einen Wert von mehreren Millionen Dollar hat, ohne öffentliche Ausschreibung und ohne die erforderlichen sozialen und ökologischen Folgenabschätzungen.
Die lokalen Gemeinden haben kürzlich gegen die Konzession geklagt und eine gerichtliche Überprüfung durch den High Court von Sabah und Sarawak beantragt. Eine Entscheidung des Gerichts wird bis Ende Oktober erwartet.
Der Premierminister von Sarawak, Abang Johari, bereist derzeit Europa, um für den malaysischen Bundesstaat als Zentrum für grüne Energie in Südostasien zu werben.