27.08.2026

Ein neuer Bericht deckt auf, wie eine Naturschutzinitiative der indigenen Bevölkerung begraben wurde, als die Abholzung im Oberen Baram in Sarawak wieder zurückkehrte

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(Kuala Lumpur – 27. August 2026) Ein neuer Bericht des Bruno Manser Fonds mit dem Titel „Plundering the Baram Peace Park“ zeigt auf, wie eine von der lokalen Bevölkerung getragene Naturschutzvision im oberen Baram-Gebiet in Sarawak zunichte gemacht wurde. Damit wurde der Weg für die Wiederaufnahme der industriellen Abholzung in einem der letzten verbliebenen Primärregenwälder Borneos geebnet.

Seit Jahrzehnten wehren sich indigene Gemeinschaften gegen die Abholzung und schützen ihre Wälder. Aus diesen Bemühungen entstand die Vision des Baram Peace Parks, die später von der malaysischen Regierung und der Internationalen Tropenholzorganisation (ITTO) als „Upper Baram Forest Area (UBFA)“ aufgegriffen und weiterentwickelt wurde.

Im Jahr 2024 erhielt Borneoland Timber Resources Sdn. Bhd. („Borneoland“) eine Holzkonzession über mehr als 100.000 Hektar innerhalb des geplanten Schutzgebiets – ohne öffentliche Ausschreibung, ohne Transparenz und ohne die freie, vorherige und informierte Zustimmung (FPIC) der betroffenen Gemeinschaften. Seither hat sich die Abholzung auf Wälder ausgeweitet, die von den Gemeinden als geschützt betrachtet wurden. Dabei wurden Flüsse, Lebensräume wild-lebender Tiere sowie wichtige kulturelle Ressourcen und Lebensgrundlagen zerstört oder in Gefahr gebracht.

Der Bericht wirft ernste Fragen zur Verantwortung der Regierungen von Sarawak und Malaysia, internationaler Institutionen sowie der beteiligten Holzlieferketten auf. Er unterstreicht die Notwendigkeit, zu untersuchen, wie das UBFA-Projekt untergraben wurde und unter welchen Umständen die Konzession vergeben wurde.

Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern ein sofortiges Moratorium für die Holzeinschlagsaktivitäten von Borneoland sowie die Veröffentlichung der Lizenz. Darüber hinaus muss die malaysische Regierung Transparenz und den Zugang zu Informationen zur Priorität machen. Der anhaltende Mangel an Transparenz schafft ein Umfeld, in dem Korruption begünstigt wird.

Der Baram Peace Park mag auf dem Papier aufgegeben worden sein – seine Vision lebt jedoch weiter. Indigene Gemeinschaften verteidigen ihre Wälder weiterhin durch Blockaden, rechtliche Schritte und politische Lobbyarbeit.

Pressemitteilung des Bruno Manser Fonds, Keruan, SAVE Rivers, The Borneo Project und des C4 Cente